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Auf einen Blick > Geschichte
Bewegte Geschichte - faszinierende Perspektiven
Erste Jahre - erste Innovationen

> 1874 - 1944 Erste Jahre - erste Innovationen
> 1945 - 1969 Ein neues Zeitalter - Siegeszug der Kunststoffe
> 1970 - 1996 Unaufhaltsamer Aufstieg zur Marktspitze
> 1997 - 2004 Vom Familienunternehmen zur Publikumsgesellschaft
> 2005 - 2009 Geberit - Etablierung als internationaler Konzern

Caspar Melchior Albert Gebert
1874
Caspar Melchior Albert Gebert (1850-1909) aus St. Gallenkappel eröffnet einen Spenglereibetrieb am Engelplatz in der Altstadt von Rapperswil.

1876
Er heiratet die um drei Jahre jüngere Josefina Domeisen. Von ihrer Familie erwirbt er die Liegenschaft am Herrenberg 25/obere Halsgasse 39 zum Preis von 8'000 Schweizer Franken. Die glückliche Ehe wird mit sechs Kindern gesegnet. Drei Töchter sterben aber früh an Diphtherie, und eine Tochter ertrinkt bei einem tragischen Bootsunglück. So verbleiben den Eltern noch die beiden Söhne Albert Emil und Leo Gebert.

1897
Kauf der Liegenschaft Phoenix auf der Sonnenseite des Engelplatzes. Die Werkstatt wird ebenfalls dorthin verlegt und gleichzeitig ein Laden im Erdgeschoss eröffnet. Die alte Liegenschaft wird 1900 verkauft.
Um die Jahrhundertwende sind Apparate und Armaturen für sanitäre Installationen noch wenig entwickelt. Dies veranlasst die Brüder Albert Emil und Leo zur Aufnahme einer eigenen Fabrikation. Der Betrieb wird durch eine Metallgiesserei, eine Werkzeugmacherei, eine Dreherei und eine besondere Abteilung für Oberflächenveredlung ergänzt.
Holzspülkasten
1905
Albert Emil Gebert gelingt die Herstellung des ersten, mit Blei ausgeschlagenen und mit Bleiarmaturen ausgerüsteten Holzspülkastens mit der Markenbezeichnung „Phoenix“. Damit wird der Grundstein für künftiges Wachstum gelegt.

1909

Die ersten in der Schweiz hergestellten WC-Spülkasten verlassen das Rapperswiler Werk.
Nach dem Hinschied des Geschäftsgründers übernehmen seine Söhne Albert Emil Gebert (1880-1969) und Leo Gebert (1888-1964) das Unternehmen.
Albert und Leo heiraten die aus Basel stammenden Schwestern Regina und Anna Droeser. Albert Emil und Regina Gebert-Droeser sind jahrzehntelang die alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer. Leo Gebert zeichnet sich durch eine aussergewöhnliche Begabung für die Entwicklung von Neukonstruktionen aus. Er ist der eigentliche Erfinder der Spülgarnitur mit Heberglocke. Bald einmal reift bei den initiativen Männern der Plan, einen eigenen Fabrikationsbetrieb zu errichten, damit die in verschiedenen Lokalitäten im Städtchen Rapperswil untergebrachten Produktions- und Werkstätten zusammengefasst werden können.

1912

Für den Holzspülkasten „Phoenix“ werden die ersten Patente eingetragen. Das Unternehmen kann schon bald Kunden in der ganzen Schweiz sowie im nahen Ausland mit zuverlässigen Spülkasten beliefern.

Alte Fabrik an der Falkenstrasse
1916
Ein Meilenstein in der Chronik von Geberit bildet der Erwerb eines Grundstücks an der Falkenstrasse in Rapperswil. Albert Emil Gebert ersteht ein Grundstück von 1'493 m2 zum Quadratmeterpreis von 8.50 Schweizer Franken.

1917
Mitten im Ersten Weltkrieg wird mit dem Fabrikneubau begonnen.

1918
Sortimentsvergrösserung von Geruchsverschlüssen und Absperrventilen für die chemische Industrie.

1921
Fertigstellung und Bezug des neuen Fabrikationsbetriebs in dem alle Produktions- und Werkstätten zusammengefasst werden. Es werden vor allem Spülkasten mit Bleiausschlag und selbst fabrizierte, im In- und Ausland patentierte, Innengarnituren aus Messing und Blei mit Schwimmerhahnen hergestellt. Sifons und Absperrventile aus Blei für die Säureindustrie erweitern das Fabrikationsprogramm.

Produktion von Bleiarmaturen
1924
Weitere 851 m2 können zum bestehenden Grundstück an der Falkenstrasse hinzugekauft werden.

1929

Albert Emil Gebert eröffnet in Paris eine erste Auslandfiliale mit Verkaufsdepot.

1935

Wegweisend für die weitere Zukunft des Unternehmens ist der Einstieg in die damals noch junge Kunststoffverarbeitung für korrosionsfeste Spülkastenteile und Rohre.

Zwischen 1935 und 1952 gerät die Firma Gebert & Cie. in grosse Schwierigkeiten. Neben dem zweiten Weltkrieg kann man über die anderen Ursachen und die spezielle Art der Probleme nur Vermutungen anstellen. Verbrauchsmaterial gibt es in jener Zeit nur gegen Vorauskasse. Vater Albert Emil Gebert ist zu dieser Zeit (1953) bereits 73 Jahre alt und Leo Gebert hat die Altersgrenze von 65 Jahren schon erreicht. Der 36jährige Heinrich Gebert bittet seinen jüngeren Bruder Klaus (27), in den Betrieb einzusteigen. Der Unternehmungsgeist der beiden jungen Männer ist offensichtlich so gross, dass alle Probleme beiseite geräumt werden können.
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