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Baustellentipps

Bestimmungsgemäßer Betrieb

Der Begriff „Bestimmungsgemäßer Betrieb“ wird oft im Zusammenhang mit trinkwasserhygienischen Anforderungen verwendet und zieht sich durch sämtliche Regelwerke. Der Begriff versucht hierbei einen Zustand oder eine Betriebsweise zu beschreiben, bei der es zu keinen hygienischen Beeinträchtigungen des Trinkwassers in einer Trinkwasserinstallation kommt. DIN 1988-200 umschreibt den bestimmungsgemäßen Betrieb als einen Betrieb der Trinkwasserinstallation mit regelmäßiger Kontrolle auf Funktion sowie die Durchführung der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen für den betriebssicheren Zustand unter Einhaltung der zur Planung und Errichtung zugrunde gelegten Betriebsbedingungen. Die Einhaltung des bestimmungsgemäßen Betriebes ist eine Betreiberpflicht. In der Planung und Ausführung von Trinkwasserinstallationen müssen jedoch die Voraussetzungen geschaffen werden, damit eine solche Betriebsweise möglich wird.

Zu einem bestimmungsgemäßen Betrieb einer Trinkwasserinstallation gehören:
Regelmäßiger Wasseraustausch nach spätestens 7 Tagen

  • Nach DIN 1988-200 gilt eine über einen längeren Zeitraum (7 Tage nach DIN EN 806-5) nicht genutzte Trinkwasserinstallation als eine nicht bestimmungsgemäß betriebene Trinkwasserinstallation.
  • Wenn ein System nicht unmittelbar nach der Inbetriebnahme in Betrieb genommen wird, muss es in regelmäßigen Abstanden (bis zu 7 Tagen) gespült werden [DIN EN 806-4].
  • Installationen, die nach ihrer Fertigstellung nicht innerhalb von 7 Tagen in Betrieb genommen oder die länger als 7 Tage stillgelegt werden, sind entweder an der Hauptabsperrarmatur abzusperren und/oder das Wasser ist regelmäßig zu erneuern [DIN EN 806-5].
  • Eine Nichtnutzung von mehr als 72 Stunden stellt eine Betriebsunterbrechung dar und ist zu vermeiden. Soweit nachgewiesen werden kann, dass die Trinkwasserbeschaffenheit nach Trinkwasserverordnung über längere Zeiten der Nichtnutzung erhalten bleibt, darf diese Frist auf maximal sieben Tage verlängert werden.
  • Einhaltung von Inspektions- und Wartungsintervallen für die Bauteile in Trinkwasserinstallationen nach Herstellerangaben oder in Anlehnung an Tabelle A.1 DIN EN 806-5.
  • Kaltwassertemperaturen PWC ≤ 25°C
  • Warmwasserbevorratungstemperatur ≥ 60 °C1
  • Warmwassertemperaturen PWH + PWH-C in der Bandbreite zw. 60 °C und 55 °C.