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Baustellentipps

Leitungsführung

Eine wesentliche konstruktive Voraussetzung für einen bestimmungsgemäßen Betrieb einer Trinkwasserinstallation ist die Leitungsführung mit möglichst geringem Stagnationspotenzial.

Ein erhöhtes Stagnationsrisiko besteht insbesondere in den endstrangigen Anlagenteilen, so dass der Leitungsführung in der Stockwerksinstallation eine besondere Bedeutung zukommt.

Die Leitungsführung im Stockwerk kann grundsätzlich über vier unterschiedliche Verrohrungsarten erfolgen:


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T-Stück-Installation

Bei der klassischen T-Stück-Installation wird ein Sanitärraum über eine Stockwerksleitung versorgt, von der Einzelzuleitungen zu den einzelnen Verbrauchern abzweigen. Wird ein Sanitärapparat selten oder nicht mehr genutzt, besteht ein erhöhtes Verkeimungsrisiko in der entsprechenden Einzelzuleitung. Nur durch regelmäßiges Öffnen aller Entnahmearmaturen kann der Wasseraustausch in allen Leitungsteilen sichergestellt werden.

Verteiler mit Einzelzuleitung

Bei dieser Art der Leitungsführung wird jeder Verbraucher von einem Verteilerbalken mit einer separaten Einzelzuleitung versorgt. Diese Leitungsführung birgt ein hohes Stagnationspotenzial mit hohem Verkeimungsrisiko, zumal der Rohrleitungsinhalt einer stagnierenden Einzelzuleitung relativ groß sein kann. Auch hier kann nur durch regelmäßiges Öffnen der Entnahmearmaturen oder durch Zwangsspülmaßnahmen die regelmäßige Wassererneuerung sichergestellt werden.

Reihenleitung

Die Reihenleitung wird auch als Strangleitung oder durchgeschleifte Installation bezeichnet. Sie ist im Prinzip eine T-Stück Installation mit Einzelanschlussleitungslänge 0. Das Stagnationspotenzial wird bei dieser Leitungsführung stark minimiert, da bei Öffnen einer Entnahmearmatur die vorgelagerte Stockwerksinstallation nahezu gesamthaft durchflossen wird. Es ist darauf zu achten, dass der am häufigsten genutzte Verbraucher stets am Ende der Reihenleitung angeordnet wird. Im Badezimmer empfiehlt es sich, den Waschtisch als letzten Verbraucher anzuschließen.

Ringleitung

Die Ringleitung ist wie die Reihenleitung eine durchgeschleifte Installation, wobei die Verbraucher von zwei Seiten versorgt werden. Beim Öffnen einer Entnahmestelle im Ring bilden sich zwei Teilströme, so dass der gesamte Rohrleitungsinhalt stets in Bewegung ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Parallelschaltung der Volumenströme die Druckverluste erheblich reduziert werden. In der Regel werden Ringleitungen mit einer durchgehenden Rohrdimension ausgeführt. Zu beachten ist, dass die Ausstoßzeiten länger als bei den anderen Leitungsführungen sein können, da der gesamte Inhalt der Ringleitung ausgetauscht werden muss.