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Hygienische Trinkwasserinstallation

Dichtheitsprüfung

Nach DIN EN 806-4 "Installation", Abschnitt 6.1 „Befüllung und hydrostatische Druckprüfung von Installationen innerhalb von Gebäuden für Wasser für den menschlichen Gebrauch" und dem ZVSHK-Merkblatt zur Dichtheitsprüfung von Trinkwasserinstallationen kann die Dichtheitsprüfung durchgeführt werden mit: Wasser oder sauberer, ölfreier Druckluft oder Inertgasen.

Es handelt sich hierbei um eine kombinierte Prüfung, die die Dichtheitsprüfung und eine Belastungsprüfung beinhaltet. Man unterscheidet die trockene von der nassen Dichtheitsprüfung. Die Dichtheitsprüfung ist in der Regel durchzuführen, bevor die Leitungen verdeckt werden.

Die Art des Prüfverfahrens ist in Abhängigkeit des Werkstoffes der Installation (Metall, Kunststoff oder Mischinstallation) und der Einstufung der hygienischen Anforderungen der Gebäude zu wählen.


Die Dichtheitsprüfung kann mit Trinkwasser durchgeführt werden, wenn

  • vom Zeitpunkt der Dichtheitsprüfung bis zum regulären Betrieb in regelmäßigen Abständen, spätestens nach 7 Tagen, ein Wasseraustausch sichergestellt ist

  • sichergestellt ist, dass der Haus- oder Bauwasseranschluss gespült und für den Betrieb freigegeben wurde

  • die Befüllung des Leitungssystems über hygienisch einwandfreie Komponenten erfolgt

  • von der Dichtheitsprüfung bis zum regulären Betrieb die Anlage vollgefüllt bleibt und eine Teilfüllung vermieden werden kann

Die Dichtheitsprüfung ist mit Druckluft durchzuführen, wenn

  • eine längere Stillstandzeit (größer 7 Tage) zwischen Dichtheitsprüfung und Betrieb zu erwarten ist

  • aufgrund von Frosteinwirkungen die Leitungen nicht vollständig gefüllt bleiben können

  • die Korrosionsbeständigkeit eines Werkstoffes in einer teilentleerten Leitung gefährdet ist

Die Dichtheitsprüfung mit Inertgas kann bei Gebäuden mit erhöhten hygienischen Anforderungen gefordert sein, wie z. B. in medizinischen Einrichtungen oder Krankenhäusern, um eine Kondensation der Luftfeuchtigkeit in der Rohrleitung auszuschließen.
Als Inertgase werden üblicherweise Stickstoff oder Kohlendioxid verwendet.