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Hygienische Trinkwasserinstallation

Gesetzliche und normative Grundlagen

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die gesetzlichen Vorgaben und die normativen Grundlagen zur hygienischen Trinkwasserinstallion vor. Informieren Sie sich im Detail per Klick auf den jeweiligen Reiter.

Die gesetzliche Grundlage zur Sicherung und Überwachung der Qualität des Trinkwassers ist das "Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutz-Gesetz – IfSG)".

Die Verpflichtung zur Überwachung der Wassergewinnungs- und Wasserversorgungs- anlagen obliegt den Gesundheitsämtern. Die Überwachung der Trinkwasserqualität obliegt somit den Bundesländern und ihren nachgeordneten Behörden. Auf Grund der Ermächtigung aus § 38 IfSG hat das Bundesministerium für Gesundheit mit Zustimmung des Bundesrates die "Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung)" erlassen.

Die Trinkwasserverordnung ist zudem die Umsetzung der europäischen "Richtlinie des Rates vom 3. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Richtlinie 98/83/EG) [2]" in nationales Recht.

Mit der Trinkwasserverordnung liegt eine im Grundsatz europäisch harmonisierte Regelung vor. Sie weist eine Reihe von Abweichungen auf, die eine Verschärfung des deutschen gegenüber dem europäischen Recht darstellen. Diese sind notwendig und zulässig, um bewährte und für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger wichtige Regelungen zu treffen.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am 11. Mai 2011 die Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 3. Mai 2011 verkündet.

Am 6. Dezember 2011 erfolgte die Bekanntmachung der Neufassung der Trinkwasserverordnung durch das BMG.

Die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung ist am 13. Oktober 2012 veröffentlicht worden und am 14. Dezember 2012 in Kraft getreten.

Ab dem 14. Dezember 2012 gilt ausschließlich die Trinkwasserverordnung in der Fassung der zweiten Änderungsverordnung vom 5. Dezember 2012.


Ein wesentlicher Kernpunkt der Deutschen Trinkwasserverordnung ist ihr Bezug zu den Allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.).
Sie umfassen das Gesamtwerk nationaler (z. B. DIN, DVGW, VDI) und internatio- naler (z. B. CEN, ISO) Regelsetzer zur fachgerechten Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser, das im Trinkwassersektorsektor allgemein akzeptiert und verwendet wird.

Wenn der Anwender diese detaillierten technischen Vorschriften und Hinweise beachtet, stellt er sicher, dass das den Kunden erreichende Trinkwasser mit Sicherheit den Vorschriften der Trinkwasserverordnung genügt.

Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind Regeln,

  • die in der Wissenschaft als theoretisch richtig erkannt sind und feststehen,
  • und die in der Praxis bei dem nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt sind,
  • und die sich aufgrund fortdauernder praktischer Erfahrung bewährt haben,
  • und die von der Mehrheit als richtig anerkannt und angewandt werden


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Zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik zählen insbesondere DIN EN – und DIN Normen im Trinkwassersektor.
Mit Abschluss der Arbeiten am europäischen Regelwerk (DIN EN 806, DIN EN 1717) und der nationalen Ergänzungsregelungen (DIN 1988) in 2012 wurde die Trinkwasserinstallation auf ein neues Fundament gestellt.

Die europäischen Regelwerke DIN EN 806 und DIN EN 1717 formulieren einen Mindeststandard und stellen den größten gemeinsamen europäischen Nenner dar.

Die europäischen Arbeitsergebnisse erreichen nicht in allen Teilen die für die deutschen Anwenderkreise erforderliche Normungstiefe, und somit ergab sich die Notwendigkeit, deutsche Ergänzungsnormen zu erarbeiten.

So gilt beispielsweise für die Planung von Trinkwasserinstallationen, dass der Anwender die grundsätzlichen Festlegungen in DIN EN 806-2, die weiterführenden nationalen Festlegungen in DIN 1988-200 findet. Es müssen somit beide Regelwerke beachtet werden. Für die Installation gilt normativ das europäische Regelwerk DIN EN 806-4, für das es keine nationale Ergänzungsnorm gibt.


DVGW Arbeitsblatt W 551

Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasseranlagen, technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums, Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasserinstallationen

Mehr Informationen zum DVGW Arbeitsblatt W 551

DVGW Arbeitsblatt W 557

Reinigung und Desinfektion von Trinkwasserinstallationen

Mehr Informationen zum DVGW Arbeitsblatt W 557

VDI/DVGW 6023

Hygiene in Trinkwasserinstallationen - Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung

Mehr Informationen zu VDI/DVGW 6023

ZVSHK Merkblatt

Dichtheitsprüfungen von Trinkwasserinstallationen mit Druckluft, Inertgas oder Wasser

Mehr Informationen zum ZVSHK Merkblatt