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Hygienische Trinkwasserinstallation

Leitungsführung

Eine wesentliche konstruktive Voraussetzung für einen bestimmungsgemäßen Betrieb einer Trinkwasserinstallation ist die Leitungsführung mit möglichst geringem Stagnationspotenzial.

Reihenleitung
Die Reihenleitung wird auch als Strangleitung oder durchgeschleifte Installation bezeichnet. Sie ist im Prinzip eine T-Stück Installation mit Einzelanschlussleitungslänge 0. Das Stagnationspotenzial wird bei dieser Leitungsführung stark minimiert, da bei Öffnen einer Entnahmearmatur die vorgelagerte Stockwerksinstallation nahezu gesamthaft durchflossen wird. Es ist darauf zu achten, dass der am häufigsten genutzte Verbraucher stets am Ende der Reihenleitung angeordnet wird. Im Badezimmer empfiehlt es sich, den Waschtisch als letzten Verbraucher anzuschließen.

Ringleitung
Die Ringleitung ist wie die Reihenleitung eine durchgeschleifte Installation, wobei die Verbraucher von zwei Seiten versorgt werden. Beim Öffnen einer Entnahmestelle im Ring bilden sich zwei Teilströme, so dass der gesamte Rohrleitungsinhalt stets in Bewegung ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Parallelschaltung der Volumenströme die Druckverluste erheblich reduziert werden. In der Regel werden Ringleitungen mit einer durchgehenden Rohrdimension ausgeführt. Zu beachten ist, dass die Ausstoßzeiten länger als bei den anderen Leitungsführungen sein können, da der gesamte Inhalt der Ringleitung ausgetauscht werden muss.

Das nachstehende Video zeigt die unterschiedlichen Temperaturverläufe bei einer Wasserentnahme über eine Reihen- bzw. Ringleitung.