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Geberit Schallschutz

Mit Nachweisen nach DIN 4109 auf der sicheren Seite

Nicht vergleichbar: DIN 4109 und DIN EN 14366
Installateure und Fachplaner schulden den Schallschutznachweis nach DIN 4109 bei Projekten mit mehreren Wohneinheiten. So verlangt es der Gesetzgeber. Mit Angaben zu schalltechnischen Werten aus der DIN EN 14366 sind diese Vorgaben nicht zu erfüllen. Denn diese Prüfnorm liefert unter Laborbedingungen gemessene Ergebnisse und berücksichtigt nur die reinen Abwassergeräusche in der Fallleitung.

Grafik DIN 4109

  • Bauordnungsrechtlich verbindlich – besitzt Gesetzescharakter.
  • Komplette Bauaufgabe mit allen geräuschverursachenden Einflussgrößen.
  • Maßgebende Norm für Bauherr, Planer und Installateur.


Grafik DIN EN 14366

  • Reine Prüfnorm.
  • Nur Fallleitung – ohne Trinkwasserinstallation, Sanitärapparate, Spülkasten, Vorwand und Befestigung.
  • Niedrige im Markt kursierende Messergebnisse sind in der Baustellenpraxis oftmals nicht erreichbar, da der Prüfaufbau nicht normativ geregelt ist und somit nicht praxisgerecht geprüft wurde.



Laut Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) können die Ergebnisse nach DIN EN 14366 lediglich „für den Vergleich von Produkten und Werkstoffen verwendet werden. (...) Diese Norm liefert jedoch kein Verfahren zur Berechnung der akustischen Eigenschaften solcher Installationen in einem Gebäude.“ Für die Installationspraxis bedeutet das: Wenn nur Angaben zu schalltechnischen Werten nach der DIN EN 14366 vorliegen, dann lassen sich daraus kaum brauchbare Aussagen für Planer und Installateure über die Einhaltung der DIN 4109 in der Praxis ableiten. Die bisher auf dem Markt kursierenden sehr niedrigen Ergebnisse aus schalltechnischen Untersuchungen an Abwassersystemen nach DIN EN 14366 sind in der Praxis aus unterschiedlichen Gründen oftmals nicht erreichbar.

DIN 4109 - Schutz vor unzumutbaren Belästigungen in Aufenthaltsräumen
In der DIN 4109 sind Anforderungen an den Schallschutz mit dem Ziel festgelegt, Menschen in Aufenthaltsräumen vor unzumutbaren Belästigungen durch Schallübertragung zu schützen. Dazu beschreibt die Norm umfassende Schallschutzanforderungen zum Beispiel an Decken und Wände sowie an Geräuschquellen aus der gesamten Wasserinstallation, also aus der Wasserversorgung, den Abwasserleitungen, Sanitärgegenständen und haustechnischen Anlagen.

Praxisgerechte Schallschutznachweise für alle typischen Bausituationen
Eine praxisgerechte schalltechnische Messung, die alle Anforderungen nach DIN 4109 erfüllt, ist auf der Baustelle nur mit großem Aufwand durchführbar. Geberit lässt daher Messungen für typische wiederkehrende Bausituationen am Fraunhofer IBP durchführen, die dem Verfahren zum Nachweis des geforderten Schallschutzes entsprechen, wie er in der DIN 4109 geregelt ist, und für den erhöhten Schallschutz nach DIN 4109, Beiblatt 2 und VDI 4100. Aktuell liegen 40 Schallschutznachweise nach DIN 4109 vor, mit denen sehr viele typische Bauaufgaben der Planer und Installateure abgedeckt sind. Die Nutzung dieser Schallschutznachweise ist mehrfach vorteilhaft: Durch systemgeprüfte Lösungen, die im Verbund unter Praxisbedingungen getestet wurden, ist der Schallschutz nach DIN 4109 einfach sicherzustellen. Zudem sind Planer und Installateure auch rechtlich auf der sicheren Seite gegenüber ihren Auftraggebern, da die Angaben in den Schallschutznachweisen dem deutschen Bauordnungsrecht entsprechen.