Design Meets FunctionDas ONE Universum

Autor: Jörn Ikels, Head of Products Bathroom Systems der Geberit International AG und Mitglied des Produktentwicklungsteams bei Geberit

Das Durchschnittsbad der Deutschen variiert je nach Studienlage zwischen knapp acht oder neun Quadratmetern. Unabhängig von der realen Größe empfindet ein Großteil der Befragten den Raum jedoch schlicht als zu klein. Wie lässt sich hier Abhilfe schaffen, wenn doch die Badausstattung mit Waschplatz, Dusche und WC meist vorgegeben ist? Und welche Bedürfnisse haben Kunden darüber hinaus in ihrem Bad?

Was brauchen die Nutzer?

Um herauszufinden, welche Anforderungen Kunden wirklich an ihr Bad stellen und wie sich Produkte folglich verbessern lassen, hat sich Geberit zunächst mit den Nutzerbedürfnissen befasst. Bestehende wissenschaftliche Badstudien der renommierten Marktforschungsinstitute forsa und GfK aus den vergangenen Jahren lieferten die nötigen Einblicke in die Gedankenwelt der Kunden. Eine wichtige Erkenntnis: Nicht das Design steht im Fokus, sondern ganz praktische Aspekte wie Reinigungsfreundlichkeit, Pflegeleichtigkeit und Flexibilität. Geberit hat daher bestehende Systeme infrage gestellt, um Badprodukte zu entwerfen, die besser sind als bisher und den Wünschen der Nutzer deutlich stärker entsprechen. Was zählte, waren innovative Ansätze und mutige Veränderungen in Bereichen, die seit Jahrzehnten dieselben Produkte hervorbringen: Waschtisch, Dusche und WC. Das ist gelungen, denn die Entwicklung des Badkonzepts Geberit ONE gleicht einer Revolution im Bad, ähnlich der Entwicklung des Unterputz-Spülkastens vor über 50 Jahren.

Wie lässt sich das Bad umsetzen?

Ein interdisziplinäres Team aus Produktmanagern, Designern und Technikern machte sich bei Geberit an die Überarbeitung bestehender Produkte. Ingenieurskunst und Designkompetenz gingen Hand in Hand – das Know-how zur Entwicklung des innovativen Badkonzepts speiste sich aus unterschiedlichen Abteilungen, die gemeinsam an der Neuentwicklung der Keramiken und Badbereiche mitwirkten. Getreu dem Motto „Design meets Function“ tastete sich das Team in vielen kleinen Schritten vor, um die Eigenschaften von Waschtisch, Dusche und WC grundlegend zu verbessern.

Mit dem Blick des Ingenieurs, der auf viele Details achtet, stand die Funktionalität im Vordergrund der Entwicklung. Die Badprodukte sollten einfach zu bedienen sowie leicht zu reinigen sein und sich den Gegebenheiten beim Kunden anpassen. Das Design wurde dabei keineswegs vernachlässigt. Abgestimmt auf die gewünschten Funktionen erhielten die Sanitärprodukte, Badmöbel und Duschsysteme ein ästhetisches Erscheinungsbild, das zum Gesamtkonzept passt. Heraus kamen Keramiken, Möbel und Badelemente aus pflegeleichten Materialien, die in den Bädern Platz und Stauraum schaffen, wenig Reinigungsaufwand erzeugen und zugleich flexibel im Einsatz sind.

Was ist die Vision?

Ein Produkt ist erst dann gut, wenn man nichts Überflüssiges mehr weglassen kann. Warum also Schränke und Ablagen „vor“ die Wand setzen, wenn sie doch auch „in“ der Wand gut Platz haben? Warum störende Elemente wie den Waschtischsiphon vor der Wand platzieren, wenn sich doch bereits Installationselemente, Rohrleitungen und Stromkabel hinter der Wand befinden? Der Unterputz-Spülkasten hat bereits gezeigt, dass sich die Vorwand wunderbar als Raum für die Spültechnik nutzen lässt. Der Platz ist da und Geberit hat ihn mit dem Badkonzept Geberit ONE nutzbar gemacht. Alles, was nicht unbedingt vor der Wand benötigt wird, verschwindet in der Ebene dahinter. Denn unsichtbar ist sichtbar besser! Die Basis dafür waren die Installationssysteme GIS und Duofix, die seit langem im Trockenbau etabliert sind. Neue Installationselemente für den Waschplatz und die Dusche machen die Vorwand in unterschiedlichen Bereichen des Bads nutzbar. Vor der Wand waren jedoch ebenfalls Verbesserungen der Produkte nötig:

Was sind die Ergebnisse?

Jörn IkelsHead of Products Bathroom Systems