Abstraktion als KunstWie Grafiken die Welt erklären

Der internationale Markt für besondere Magazine ist fast unüberschaubar groß. Oft wird er mit den Worten „Special Interest“ umschrieben. Der Begriff soll erklären, dass die Magazin-Macher einer besonderen Leidenschaft nachhängen und diese auf Papier umsetzen - oder auch digital. Der Berliner Künstler und Autor Dave Großmann ist einer dieser Special-Interest-Liebhaber. Seine Leidenschaft gilt dem nur auf den ersten Blick sperrig anmutenden Thema der Abstraktion.

Das Magazin, das er herausgibt, trägt den lautmalerischen Titel KWER, eine Wortschöpfung, die geradezu nach Vervollständigung schreit: KWERSUMME und KWERKÖPFE drängen sich auf – und finden inhaltlichen Widerhall. Großmann beschreibt das Magazin - das auch als Buch erscheint - als den Versuch, „Kwerverbindungen“ (Großmann) zwischen unterschiedlichen Disziplinen der Kunst, Philosophie und Naturwissenschaft zu schaffen. „Wir stellen uns KWER und verschieben nicht nur die Schreibweise dieses kleinen Wortes“, sagt er.

Die hier gezeigten Infografiken stammen aus den ersten vier Heften der auf zehn Ausgaben angelegten Magazinreihe. Sie nehmen ganz alltägliche, mitunter profane aber auch architektonisch herausfordernde Situationen zur Grundlage und suchen in der künstlerischen Umsetzung nach dem abstrakten Niveau des Sujets. Wenn es eine Ästhetik der Abstraktion gibt, dann ist ihr Großmann mit seinen Grafiken dicht auf der Spur.

Geberit Referenz-Magazin

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