Ein außergewöhnliches ProjektEin Gespräch mit Jan Störmer

Architekt Jan Störmer; Foto: Christian Bruch

Jan Störmer und sein Team überzeugten Investor Klaus-Michael Kühne 2013 mit ihrem Wettbewerbsentwurf für das 5-Sterne-Superior-Hotel The Fontenay in Hamburg. Mit seiner Form aus drei ineinandergreifenden Kreisen fügt es sich harmonisch in das parkähnlich angelegte Grundstück ein.

Im Interview gewährt Jan Störmer Einblicke in eine Aufgabe, die man als Architekt nicht alle Tage bearbeiten darf.

Jan Störmer über Entwurf und Komfort des "The Fontenay"

Aus dem Wettbewerb für das 5-Sterne-Superior-Hotel The Fontenay in Hamburg gingen Sie und Ihr Team als Sieger hervor. War dieser etwas Besonderes?

Auf jeden Fall! Die Anforderungen des Investors waren ausgesprochen hoch, das Briefing war sehr qualifiziert und enthielt bereits viele Details. Das war Hilfe und Herausforderung zugleich. Wir scheinen mit unserem Entwurf exakt die Wünsche des Bauherrn getroffen zu haben. Das The Fontenay sieht heute genauso aus, wie wir es im Wettbewerb geplant und den Projektverantwortlichen vorgeschlagen hatten. Das ist eine Seltenheit, die uns sehr stolz macht.

Auf welchen Grundgedanken basiert das Konzept für ein solches Bauwerk?

Wenn wir in unserem Büro ein Hotel entwerfen, lassen wir uns leiten von den Menschen, die dort temporär zuhause sein werden. In diesem Fall also anspruchsvolle Urlauber und Geschäftsreisende, Einheimische, die dort einen besonderen Tag verbringen wollen ... Sie sollen sich wohlfühlen und pure Schönheit genießen können.

Welche Bedeutung hat dieses Hotel für Ihr Büro?

Wir durften bereits viele interessante und auch große Projekte realisieren. Das The Fontenay ist sicherlich unser bisheriges Meisterwerk. Ein Hotel dieser Klasse an einem solchen Ort – direkt an der Außenalster – zu entwerfen, ist etwas Einmaliges. Getreu dem Motto „Lakeside Luxury“ soll das Hotel seinen Gästen jedweden Komfort bieten. Dies beginnt bei der weitläufigen Lobby, setzt sich in den großzügigen Zimmern mit privater Loggia fort und reicht bis zum Spa-Bereich in der obersten Etage des Hotels. Dort finden sich nicht die größten und teuersten Suiten, sondern ein Bereich, von dem alle Tages- und Übernachtungsgäste profitieren.

Der Anspruch an den Komfort spiegelt sich auch in der Ausstattung der Zimmer wider: durchdachte Grundrisse, edle Materialien und separierte Bereiche. Im Badezimmer erwartet den Gast zudem ein Dusch-WC. Was ist die Idee dahinter?

Ich schätze diese Hygiene-WCs – wie ich sie lieber nenne – sehr und im asiatischen Raum sind sie schon heute State of the Art. Diesen Komfort wollten wir natürlich auch den Gästen dieses Luxushotels bieten, weshalb alle Zimmer und Suiten mit einem AquaClean Mera von Geberit ausgestattet sind. Darüber waren wir uns mit dem Innenarchitekten Matteo Thun, der den Entwurf gemacht hat, und auch dem Büro Aukett + Heese, die seine Pläne ausgeführt haben, schnell einig.

Geberit AquaClean Mera im The Fontenay
Betätigungsplatte Geberit Sigma80

Der Markt bietet mittlerweile eine breite Palette an Komforttoiletten. Warum fiel die Wahl gerade auf das Geberit Modell?

Mich überzeugen bei den Produkten von Geberit die gelungene Formensprache, die ausgeklügelte Technik und so wichtige Details wie der Fluss des Wassers in der WC-Keramik. Das passt bestens zum Konzept des ganzen Hauses, bei dem Wasser und fließende Bewegungen eine bedeutende Rolle spielen. Da sich diese Eigenschaften auch bei anderen Produkten von Geberit finden, war klar, dass wir über das AquaClean Mera hinaus auf weitere zurückgreifen wollten. Denn in vielen Fällen sind es gerade diese Details, die darüber entscheiden, ob ein Haus am Ende stimmig erscheint.

Welche Produkte sind das zum Beispiel?

Das Bedienpanel des AquaClean Mera und die Betätigungsplatte Sigma80. Beide harmonieren in Sachen Design und Bedienung bestens mit dem Steuerungselement für Licht, Vorhänge und Klimaanlage in den Zimmern. Ein sanfter Tastendruck oder eine bloße Annäherung mit der Hand genügen und die gewünschte Funktion wird ausgeführt.

Betätigungsplatte Geberit Sigma70
Geberit Urinale Preda

In den öffentlich zugänglichen Toiletten der Restaurants fiel die Entscheidung auf die Betätigungsplatte Sigma70, die der anderen sehr ähnlich ist: schlicht und aufgrund der Glasoberfläche elegant. Auf den Herren-WCs finden sich Urinale aus der Serie Preda, die durch ihre längliche Form und die ebenfalls unsichtbare Technik überzeugten.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit Geberit aus?

Von Beginn an wurde deutlich, dass Geberit dieses Projekt am Herzen liegt. Der Austausch war intensiv und auf Augenhöhe und wir wurden immer schnell und kompetent mit den Informationen versorgt, die wir für unsere Arbeit benötigten. Das ist auch das Verdienst von Norbert Steffens, dem Key Account Manager Hotel von Geberit.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welches ist Ihr Highlight des The Fontenay?

Eindeutig das Atrium mit seinen 200 Glasscheiben und der von der Decke abgehängte Kronleuchter. Die für die beleuchteten Scheiben programmierten Lichtszenarien lassen sehr differenzierte Stimmungen entstehen. Den modern interpretierten Kronleuchter, der im Raum zu schweben scheint, habe ich eigens für dieses Haus entworfen. In den Abendstunden taucht er das Atrium in ein elegantes Licht.

Geberit Referenz-Magazin

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