Zero WasteWenn nichts mehr übrig bleibt

Plastik in den Weltmeeren, Mikroplastik in den Böden – Müll bedroht die Vielfalt und Stabilität unseres Planeten und ist nicht nur ein Modethema, das schnell auserzählt ist, sondern auch die nächsten Generationen vor enorme Herausforderungen stellt. Bis 2050, warnen Wissenschaftler, wiegt die Plastikmenge im Meer mehr als die dort lebenden Fische. Wie lässt sich Abfall vermeiden? Wie kann jeder von uns sein Konsumverhalten verändern – und wie kann die Architektur uns dazu inspirieren, einen nachhaltigeren Lifestyle zu führen?

Regenerativer denken

Zukunftsforscher Andreas Steinle beschäftigt sich mit Megatrends in der Gesellschaft und er weiß, dass es zur nachhaltigen Lebensweise mehr braucht als nur den Verzicht auf den Einwegbecher beim Coffee-to-go: „Das lineare Modell der Ressourcenausbeutung, in dem aus Rohstoffen Produkte werden und aus Produkten Abfall, wird zunehmend abgelöst von einem regenerativen Modell der Ressourcennutzung“, sagt er. Möglichst wenig Abfall zu produzieren, und wenn dann recycelbaren, sei das langfristige Ziel in allen Lebensbereichen – besser noch «Zero Waste». Gar kein Müll. Architekten stellt das vor die große Herausforderung, bei ihrer Planung eine optimale Synthese aus Funktion, Design und Nachhaltigkeitsaspekten zu verwirklichen.

Bäder für ein neues Zeitalter bauen

Ihre Überlegungen betreffen auch die optimale Badgestaltung für den Kunden von Morgen. Welche Art der Badarchitektur passt sich am besten an die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft an? Wie lässt sie sich individuell für die Nutzer gestalten und gleichzeitig nachhaltig genug umsetzen?

Massenhaft Papier sparen

Nachhaltigkeit fängt dabei schon bei der Konzeption einer Toilette an. Hier überlegen Architekten, wie der Nutzen von Toilettenpapier oder feuchtem Hygienepapier vermieden werden kann. Letzteres besteht zusätzlich aus Kunststofffasern und löst sich nicht im Wasser auf, sondern verstopft Abwasserrohre und Pumpen von Kläranlagen.

Die Lösung: Dusch-WCs. Mit ihnen werden feuchte Tücher überflüssig, denn auf Knopfdruck fährt ein verborgener Duscharm aus und reinigt den Po mit einem angenehmen, sanften Duschstrahl. Wenn dieser dann noch trockengeföhnt wird, wie es zum Beispiel beim Geberit AquaClean Mera der Fall ist, kann der Nutzer fast ganz auf Toilettenpapier verzichten – und auf die Plastikverpackung gleich mit.

Intimpflege in einem Zug

Die sanfte Reinigung sorgt für ein rundum frisches Gefühl: „Mit einem Dusch-WC tut man seinem Körper und der Umwelt Gutes“, sagt Volker Röttger, Leiter Marketing Kommunikation der Geberit Vertriebs GmbH in Pfullendorf. „Um genau zu sein, sind es bis zu 46 Rollen Toilettenpapier, die ein Dusch-WC-Nutzer jährlich spart. Das ist die Durchschnittsmenge der in Deutschland verbrauchten Rollen pro Kopf im Jahr.“

WC-Lösungen für den Zeitgeist

Müll zu vermeiden sehen viele Verbraucher als Vorteil des Dusch-WCs. In einer von Geberit in Auftrag gegebenen, repräsentativen Forsa-Umfrage war das Thema Umweltschutz 33 Prozent aller Befragten wichtig – und landete damit auf Platz zwei, direkt nach der Hygiene mit 38 Prozent. Intimhygiene per Dusch-WC wird in Zukunft vermutlich einen noch größeren Raum einnehmen, da sie viele positive Aspekte der Badarchitektur auf optimale Weise mit der praktischen Nutzung vereint. Wer als Verbraucher dann noch zu verpackungsfreien Pflegemitteln, Zahnbürsten aus Holz oder waschbaren Pads aus Bio-Baumwolle statt Pads aus dem Plastikschlauch greift, leistet im Teamwork mit dem Architekten dann ganze Arbeit in Richtung Nachhaltigkeit.

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